IR35 – Auswirkungen auf Auftragnehmer von Dachgesellschaften

IR35 – Auswirkungen auf Auftragnehmer von Dachgesellschaften

  • Januar 4, 2022
  • Autor*In: WorkMotion
Lesezeit: 5 min

Inhaltsübersicht:


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Wenn du in Erwägung ziehst, Mitarbeiter im Vereinigten Königreich zu beschäftigen, Auftragnehmer zu haben oder sogar wenn dein Unternehmen dort ansässig ist, sollte die IR35 keine große Neuigkeit für dich sein. Seitdem Inkrafttreten des Gesetzes, erleben Dachgesellschaften einen Aufschwung.

IR35 ist ein Gesetz, dass überarbeitet wurde und der britischen Steuerbehörde (HMRC), zusätzliche Zahlungen zu erheben. Damit soll herausgefunden werden, wer ein echter Auftragnehmer ist oder eben doch als Festangestellter agiert.

Jetzt, nicht einmal einen Monat nach Inkrafttreten der IR35-Reform, ergeben sich Compliance-Probleme sowohl für Unternehmen als auch für Auftragnehmer.
Die „Loan Charge All-Party Parliamentary Group“ (APPG) hat eine Untersuchung zum Thema „How Contracting Should Work“ veröffentlicht. Diese Untersuchung beleuchtet  Compliance-Probleme in der Supply Chain und fordert dazu auf, die IR35-Reform zu überarbeiten.

Eines der Hauptthemen, die in dieser Untersuchung diskutiert werden, war der Aufschwung von Dachgesellschaften. Diese neigen oft dazu, Auftragnehmer auszubeuten.

Werfen wir einen Blick darauf und beantworten folgende Fragen:

  1. Was sind Dachgesellschaften eigentlich?
  2. Was haben sie mit der IR35 Reform zu tun?
  3. Wie könnte ein EOR die Alternative sein, nach der du bei der Einstellung von Freiberuflern und Auftragnehmern gesucht hast?

Was ist eine Dachgesellschaft?

Eine Dachgesellschaft ist ein Unternehmen, das Leiharbeitnehmer beschäftigt, die für zeitlich begrenzte Aufträge arbeiten. In der Regel sind sie über eine Personalvermittlungsagentur im Vereinigten Königreich angestellt.


Heutzutage entscheiden sich viele Auftragnehmer aufgrund der steuerlichen Vorteile für diesen Ansatz. Außerdem bedeutet es auch eine höhere Kontrolle über die eigenen Finanzen.

Der Nachteil ist jedoch, dass du dich auch mit zusätzlichen Verpflichtungen gegenüber HMRC und des Companies House auseinandersetzen müssen.

Wenn du einer Dachgesellschaft beitrittst, wirst du effektiv ein Angestellter dieser Gesellschaft und erhälst auch ein Gehalt. Eine Dachgesellschaft kümmert sich auch um die finanziellen Angelegenheiten, die du sonst selbst erledigen würdest.


Dies hat jedoch auch seine Nachteile, denn als Auftragnehmer oder Freiberufler entgehen dir Möglichkeiten bei der Steuerplanung. Außerdem ist eine Dachgesellschaft mit Kosten in Höhe von ca. £30 pro Woche (£1.500 pro Jahr) plus anderen zusätzlichen Kosten verbunden.

Die von Dachgesellschaften erhobenen Dienstleistungen können bis zu 9 % des Auftragswerts erreichen. Viele bestehen darauf, dass die Auftragnehmer einem Mindestmaß an Gebühren oder abrechenbarer Zeit zustimmen. Das bedeutet, dass der Preis schwanken kann.

Großraumbüro

Dachgesellschaften und die IR35 Reform

Aufgrund der IR35-Reform sind Freiberufler und Auftragnehmer gezwungen, über eine Dachgesellschaft zu arbeiten. Viele Unternehmen in der Privatwirtschaft entscheiden sich dafür, Auftragnehmer über PAYE-Dachgesellschaften einzustellen. Damit entgehen sie der  Verantwortung, wie die eingestellten Auftragnehmer zu besteuern sind. Das wiederum verhindert eine Bestrafung.


Dies hat zur Verbreitung von dubiosen Dachunternehmen geführt. Diese nehmen nicht nur weitaus größere Kürzungen vor, als die Auftragnehmer ursprünglich erwartet hatten, sondern nutzen auch Systeme mit unrealistischen Steuerersparnissen. Die Gehaltssätze sind so, sehr attraktiv. Jedoch könnten Auftragnehmer mit sehr hohen Steuerrechnungen konfrontiert werden.

Ein Nettolohn von z. B. 85 % ist nur schwer zu erreichen, wenn nicht eine Form der kreativen Buchführung angewandt wird, um den Steuerbetrag zu minimieren, den der Auftragnehmer zu zahlen hat.

Oft wird dies erreicht, indem das Einkommen des Auftragnehmers in zwei verschiedene Zahlungen aufgeteilt wird: eine kleine, die steuerpflichtig ist, und der größere Betrag als etwas nicht Steuerpflichtiges wie zum Beispiel steuerfreie Zuschüsse vom Arbeitgeber.


Wenn man als Auftragnehmer einer solchen Regelung zustimmt, kann man sich einem großen persönlichen finanziellen Risiko aussetzen. Eine hohe Geldstrafe könnte die Konsequenz für nicht gezahlte Steuern sein.

EOR als Alternative zur Dachgesellschaft

Kurz gesagt, sind ein globaler EOR-Service und eine Dachgesellschaft (Umbrella-Unternehmen) beides Drittanbieter, die Unternehmen bei der Expansion unterstützen. Sie stellen globale Talente zur Verfügung, indem sie internationale Arbeitskräfte in ihrem Namen einstellen und bezahlen. Aber hier enden auch die Gemeinsamkeiten dieser beiden Drittanbieter.

Wenn wir uns konkret ansehen, wie die Beauftragung von Auftragnehmern bei WorkMotion funktioniert, gibt es einige wichtige Unterschiede.

Wie bereits erwähnt, arbeiten wir auf langfristiger Basis und kümmern uns daher um die Umwandlung von Auftragnehmern in Festangestellte, um eine vollständige Rechtssicherheit und die langfristige Erhaltung von Talenten sicherzustellen.

Auf diese Weise müssen sich Unternehmen nicht nur keine Sorgen um etwaige Probleme machen, die sich aus der IR35 ergeben. Sie können auch Kosten reduzieren, haben eine bessere Kontrolle über die Arbeitszeit ihrer Auftragnehmer sowie weniger Fluktuation innerhalb des Unternehmens. Auch die Motivation und das Zugehörigkeitsgefühl werden verstärkt.


Ein weiterer Unterschied: eine Umbrella-Firma bietet die oben genannte Unterstützung sowohl für Auftragnehmer als auch für Arbeitgeber auf kurzfristiger Basis an.

Ein EOR-Dienstleister wie WorkMotion agiert dagegen auf Vollzeit-Basis, so dass das Engagement der Mitarbeiter nicht auf mehrere Kunden, sondern auf einen einzigen Arbeitgeber ausgerichtet ist.


Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Netzwerk von Experten im Land mit lokalen Kenntnissen, die eine umfassende und rechtskonforme Bereitstellung gewährleisten.

So machen wir beispielsweise die Einstellung von Mitarbeitern aus der ganzen Welt möglich, die über unsere Plattform mit anschließendem Onboarding in nur drei Tagen erfolgen kann.

Im Gegensatz zu einer Dachgesellschaft kannst du dir sicher sein, dass sowohl die Zahlungen als auch die Leistungspakete sicher und pünktlich erfolgen, wobei immer die vollständige Einhaltung der Vorschriften des jeweiligen Landes gewährleistet ist.

Wenn du Interesse daran hast, wie ein EOR dich bei deinen Personalangelegenheiten unterstützen kann, kontaktiere uns!!

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