Auswirkungen von IR35 auf Auftragnehmer von Dachgesellschaften

  • Januar 4, 2022
  • Autor*In: WorkMotion
Lesezeit: 5 min
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Wenn Sie in Erwägung ziehen, Mitarbeiter im Vereinigten Königreich zu beschäftigen, Auftragnehmer haben oder sogar wenn Ihr Unternehmen dort ansässig ist, sollte die IR35 keine große Neuigkeit für Sie sein. Seitdem Inkrafttreten des Gesetzes, erleben Dachgesellschaften einen Aufschwung.

Falls dies aber das erste Mal sein sollte, wo Sie von dem IR35 hören, ist es ein Stück Legislation, das am 7. April überarbeitet wurde und es Her Majesty’s Revenue and Customs (HMRC), der Steuerbehörde der britischen Regierung, erlaubt, zusätzliche Zahlungen zu erheben. Damit soll herausgefunden werden, wer ein echter Auftragnehmer ist oder doch ein fester Mitarbeiter.

Jetzt, nicht einmal einen Monat nach Inkrafttreten der IR35-Reform, ergeben sich Compliance-Probleme sowohl für Unternehmen als auch für Freiberufler.
Die „Loan Charge All-Party Parliamentary Group“ (APPG) hat eine Untersuchung zum Thema „How Contracting Should Work“ veröffentlicht. Diese Untersuchung beleuchtet  Compliance-Probleme in der Supply Chain aufzeigt und fordert dazu auf, die IR35-Reform zu überdenken.

Eines der Hauptthemen, die in dieser Untersuchung diskutiert werden, war der Aufschwung von Dachgesellschaften. Diese neigen oft dazu, Auftragnehmer auszubeuten. Auftragnehmer werden mit horrenden Steuerbelastungen konfrontiert.

Zu schnell? Werfen wir einen Blick darauf und beantworten folgende Fragen:

  1. Was sind Dachgesellschaften eigentlich?
  2. Was haben sie mit der IR35 Reform zu tun?
  3. Wie könnte eine EOR die Compliance-Alternative sein, nach der Sie bei der Einstellung von Freiberuflern und Auftragnehmern gesucht habe?

Was ist eine Dachgesellschaft?

Eine Dachgesellschaft ist ein Unternehmen, das Leiharbeitnehmer beschäftigt, die für zeitlich begrenzte Aufträge arbeiten. In der Regel sind sie über eine Personalvermittlungsagentur im Vereinigten Königreich angestellt.


Heutzutage entscheiden sich viele Auftragnehmer aufgrund der steuerlichen Vorteile für diesen Ansatz. Außerdem bedeutet es auch eine höhere Kontrolle über die eigenen Finanzen.

Der Nachteil ist jedoch, dass Sie sich auch mit zusätzlichen Verpflichtungen gegenüber HMRC und Companies House auseinandersetzen müssen.

Wenn Sie einer Dachgesellschaft beitreten, werden Sie effektiv ein Angestellter dieser Gesellschaft und erhalten auch ein Gehalt. Eine Dachgesellschaft kümmert sich auch um die finanziellen Angelegenheiten, die Sie sonst selbst erledigen würden, was die Menge an Papierkram und Finanzmanagement reduziert.


Dies hat jedoch auch seine Nachteile, denn als Auftragnehmer oder Freiberufler entgehen Ihnen Möglichkeiten bei der Steuerplanung. Außerdem ist eine Dachgesellschaft mit Kosten in Höhe von ca. £30 pro Woche (£1.500 pro Jahr) plus anderen zusätzlichen Kosten verbunden.

Die von Dachgesellschaften erhobenen Dienstleistungen können bis zu 9 % des Auftragswerts erreichen. Viele bestehen darauf, dass die Auftragnehmer einem Mindestmaß an Gebühren oder abrechenbarer Zeit zustimmen, was bedeutet, dass der Preis schwanken kann.

Großraumbüro

Dachgesellschaften und die IR35 Reform

Aufgrund der IR35-Reform sind Freiberufler und Auftragnehmer gezwungen, über eine Dachgesellschaft zu arbeiten. Viele Unternehmen in der Privatwirtschaft entscheiden sich dafür, Auftragnehmer über PAYE-Dachgesellschaften einzustellen. Damit entgehen sie der  Verantwortung, wie die eingestellten Auftragnehmer zu besteuern sind. Das verhindert eine Bestrafung.


Dies hat zur Verbreitung von dubiosen Dachunternehmen geführt. Diese nehmen nicht nur weitaus größere Kürzungen vor, als die Auftragnehmer ursprünglich erwartet hatten, sondern nutzen auch Systeme mit unrealistischen Steuerersparnissen. Die Gehaltssätze sind so sehr attraktiv. Jedoch könnten Auftragnehmer mit sehr hohen Steuerrechnungen konfrontiert werden.

Ein Nettolohn von z. B. 85 % ist nur schwer zu erreichen, wenn nicht eine Form der kreativen Buchführung angewandt wird, um den Steuerbetrag zu minimieren, den der Auftragnehmer zu zahlen hat.

Oft wird dies erreicht, indem das Einkommen des Freiberuflers in zwei verschiedene Zahlungen aufgeteilt wird: eine kleine, die steuerpflichtig ist, und der größere Betrag als etwas nicht Steuerpflichtiges wie zum Beispiel eine Annuität oder ein Benefit Trust.


Wenn man als Freiberufler einer solchen Regelung zustimmt, kann man sich einem großen persönlichen finanziellen Risiko aussetzen. Eine hohe Geldstrafe könnte die Konsequenz für nicht gezahlte Steuern sein.

EOR als Alternative zur Dachgesellschaft

Kurz gesagt, sind ein globaler EOR-Service und eine Dachgesellschaft (Umbrella-Unternehmen) beides Drittanbieter, die Unternehmen bei der Expansion unterstützen. Sie stellen globale Talente zur Verfügung, indem sie internationale Arbeitskräfte in ihrem Namen einstellen und bezahlen. Aber das ist so ziemlich das, wo die Gemeinsamkeiten enden.

Wenn wir uns konkret ansehen, wie die Beauftragung von Auftragnehmern und Freiberuflern bei WorkMotion funktioniert, gibt es einige wichtige Unterschiede.

Wie bereits erwähnt, arbeiten wir auf langfristiger Basis und kümmern uns daher um die Umwandlung von Freelancern in Angestellte, um eine vollständige Compliance und die langfristige Erhaltung von Talenten sicherzustellen.

Auf diese Weise müssen sich Unternehmen nicht nur keine Sorgen um Probleme machen, die sich aus der IR35 ergeben, sondern sie können auch Kosten reduzieren, haben eine bessere Kontrolle über die Arbeitszeit ihrer angestellten Freelancer, haben weniger Fluktuation innerhalb des Unternehmens, erhöhen das Engagement sowie das Zugehörigkeitsgefühl.


Noch ein Unterschied: eine Umbrella-Firma bietet die oben genannte Unterstützung sowohl für Freelancer als auch für Arbeitgeber auf kurzfristiger Basis an.

Ein EOR wie WorkMotion agiert dagegen auf Vollzeit-Basis, so dass das Engagement der Mitarbeiter nicht auf mehrere Kunden, sondern auf einen einzigen Arbeitgeber ausgerichtet ist.


Darüber hinaus verfügen wir über ein umfangreiches Netzwerk von Experten im Land mit lokalen Kenntnissen, die eine umfassende und rechtskonforme Bereitstellung gewährleisten.

So machen wir beispielsweise die Einstellung von Mitarbeitern aus der ganzen Welt einfach, die über unsere Plattform mit anschließendem Onboarding in nur drei Tagen erfolgen kann. Im Gegensatz zu einer Dachgesellschaft können Sie sicher sein, dass sowohl die Zahlungen als auch die Leistungspakete sicher und pünktlich erfolgen, wobei immer die vollständige Einhaltung der Vorschriften des jeweiligen Landes gewährleistet ist.

Wenn Sie daran interessiert sind, wie ein EOR Sie bei Ihren HR-Operationen unterstützen und Zugang auf die besten Talente rund um den Weltmarkt zu haben, während Sie gleichzeitig compliant bleiben, kontaktieren Sie uns!

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