Employer of Record erklärt: 12 Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema EOR

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14. August 2024

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Inhaltsverzeichnis

Global Hiring eröffnet Unternehmen völlig neue Möglichkeiten in der Erschließung neuer Märkte und der Zusammenarbeit mit internationalen Fachkräften. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Komplexität von Global Hiring können anfangs entmutigen und zu falschen Vorstellungen oder Ängsten gegenüber der Zusammenarbeit mit einem Employer of Record (EOR) führen.

Dieser Artikel räumt mit weitverbreiteten Mythen auf und beantwortet die 12 wichtigsten Fragen, die Unternehmen in Bezug auf EORs beschäftigen, damit du beim Aufbau deines globalen Teams fundierte Entscheidungen treffen kannst.

1. Wie arbeitet ein EOR eigentlich?

Einfach ausgedrückt: Der EOR wird auf dem Papier zum rechtlichen Arbeitgeber deiner internationalen Mitarbeiter und übernimmt die Gehaltsabrechnung, Steuern und administrativen Personalangelegenheiten.

Während du weiterhin die volle Kontrolle über den Einstellungsprozess, die Aufgabenbereiche und das Performance-Management behältst, sorgt der EOR für die rechtssichere Umsetzung nach lokalen Standards.

Stell dir vor, du möchtest jemanden in Spanien einstellen, hast aber keine eigene Niederlassung vor Ort.

Ein Employer of Record (EOR) besitzt bereits die erforderliche geschäftliche Präsenz im Land und agiert somit als offizieller Arbeitgeber deines Mitarbeiters. Er übernimmt den gesamten Papierkram, die gesamte Administration, Steuern und rechtliche Belange, damit du dich voll und ganz auf das operative Geschäft konzentrieren kannst.

Du hast das Sagen: Du verteilst Aufgaben und gibst Feedback. Der EOR übernimmt die Gehaltsabrechnung sowie Sozialleistungen und sorgt für eine rechtlich einwandfreie Umsetzung. Das bietet dir den Vorteil eines lokalen HR-Experten an deiner Seite, ohne den Aufwand einer Firmengründung im Ausland.

2. Welche Risiken birgt ein Employer of Record?

EORs können das Risiko von Rechtsverstößen erheblich verringern, entscheidend ist hierfür jedoch die Wahl eines seriösen und erfahrenen Anbieters. Da die Weitergabe sensibler Mitarbeiterdaten an Dritte gewisse Risiken birgt, solltest du zudem sicherstellen, dass der EOR über strenge Datenschutzmaßnahmen verfügt.

Zudem gilt: Ist der EOR bei den lokalen Arbeitsgesetzen nicht up to date, könnten deinem Unternehmen Bußgelder drohen.

Bei der Auswahl des EOR ist es daher wichtig, vorab gründlich zu recherchieren, die richtigen Fragen zu stellen sowie das Leistungsangebot und dessen Einschränkungen genau zu verstehen.

3. Ist ein EOR die Investition wert?

Absolut. Die Einhaltung ausländischer Arbeitsgesetze kann komplex und kostspielig sein. Ein EOR übernimmt die komplette Abwicklung für dich. Durch die Auslagerung des administrativen Aufwands des Global Hiring an einen EOR setzt du wertvolle Zeit und Ressourcen frei und schaffst so den nötigen Freiraum für dein Kerngeschäft. Möglicherweise verlierst du gerade in diesem Moment bares Geld durch unbesetzte Stellen.

Die Zusammenarbeit mit einem EOR ermöglicht dir einen schnellen Zugriff auf internationale Talente und beschleunigt deinen Einstellungsprozess – das spart Zeit und schont das Budget. Gleichzeitig minimierst du durch das Outsourcing von HR und Compliance das Risiko rechtlicher Fallstricke.

4. Welche Alternativen gibt es zum EOR?

EORs sind eine gute Lösung, aber nicht für jedes Unternehmen die beste Wahl. Eine Alternative ist die Professional Employer Organisation (PEO). Hier tritt die PEO als Co-Arbeitgeber auf: Ihr teilt euch die Verantwortung für Bereiche wie Lohnabrechnung, Sozialleistungen und HR. Dieser Ansatz ist besonders attraktiv für größere Unternehmen, die bereits über etablierte Personalstrukturen verfügen.

Eine andere Option ist die Gründung einer eigenen Niederlassung im Ausland, was jedoch mit einem hohen Zeitaufwand, hohen Kosten und einem kontinuierlichen Compliance-Management verbunden ist. Mit unserer Lösung Direct Hiring beschäftigst du internationale Fachkräfte direkt unter deiner Brand und verwaltest die Sozialleistungen individuell. Das ist ideal, um einen neuen Markt zu testen oder deine Markenbekanntheit gezielt zur Talentakquise zu nutzen – auch in Ländern, in denen du (noch) keinen eigenen Firmensitz hast.

Für einen Ansatz mit minimalem Eigenaufwand bietet der EOR die ideale Lösung: Du behältst die volle Kontrolle über die Zusammenarbeit mit deinen Mitarbeitern, während der EOR im Hintergrund die Personalangelegenheiten regelt. Letztlich ist der EOR die effizienteste Lösung, insbesondere für Unternehmen, die noch am Anfang ihrer globalen Hiring-Strategie stehen.

5. Wie sicher ist die Nutzung eines EOR?

Mit einem EOR bist du auf der sicheren Seite: Er agiert als offizieller Arbeitgeber für deine Remote-Mitarbeiter und übernimmt die Gehaltsabrechnung, Steuern sowie weitere Personalaufgaben. Das garantiert deinem Unternehmen volle Compliance und eine effektive Risikominimierung.

Bei der Auswahl deines Partners solltest du jedoch genau hinschauen: Vergewissere dich, dass der Anbieter die lokalen Gesetze in- und auswendig kennt, den Datenschutz deiner Mitarbeiter garantiert sowie durch positive Bewertungen und Referenzen überzeugt.

6. Gibt es versteckte Kosten?

Transparenz ist das A und O. EOR-Dienste haben zwar ihren Preis, doch seriöse Anbieter bieten klare Strukturen ohne versteckte Kosten. Dennoch können versteckte Kosten anfallen, die nicht immer von vornherein transparent sind. Dazu zählen etwa Einrichtungs- und Kündigungsgebühren, Kautionen oder zusätzliche Servicepauschalen. Um Überraschungen zu vermeiden, prüfe sorgfältig die Vertrags- und Honorarstruktur des EOR.

7. Ist das Hiring über einen EOR nicht teurer?

Ein EOR kann im Vergleich zum klassischen Hiring zunächst kostspieliger wirken. Dies ist auf die Gebühren des EOR für die Abwicklung von Gehaltsabrechnung, Sozialleistungen, Steuern und Compliance zurückzuführen.

Die langfristigen Kosten für die Einstellung und Verwaltung von internationalen Mitarbeitern, einschließlich Rechts-, Steuer- und Personalkosten, übersteigen die EOR-Gebühren jedoch meist deutlich.

Es ist daher entscheidend, eine gründliche Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen, um festzustellen, ob ein EOR für dein Unternehmen die richtige Lösung ist.

8. Verliere ich die Kontrolle über meine Mitarbeitende?

Ganz und gar nicht. Du behältst die volle Kontrolle über das Recruiting, das Performance-Management und die tägliche Aufgabensteuerung deiner internationalen Mitarbeitenden. Der EOR kümmert sich lediglich um die rechtlichen und administrativen Belange des Arbeitsverhältnisses.

Während der EOR im Hintergrund HR, Payroll und Compliance regelt, liegt die operative Führung weiterhin komplett in deiner Hand. Du legst die Erwartungen fest, vergibst Aufgaben und steuerst die Ergebnisse.

Betrachte den EOR als Erweiterung deiner HR-Abteilung: Er übernimmt den Papierkram und du konzentrierst dich voll und ganz auf dein Kerngeschäft.

9. Wie schnell kann ich mit dem Hiring starten?

Wie schnell das Einstellen über einen EOR abläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von länderspezifischen Vorschriften, dem lokalen Arbeitsrecht oder besonderen Qualifikationen und Sicherheitsprüfungen, die für die Stelle nötig sind. Auch die internen Prozesse des jeweiligen EOR-Anbieters spielen eine Rolle.

Ein EOR sorgt für eine spürbare Zeitersparnis gegenüber der Gründung einer eigenen Niederlassung. Dank ihrer Expertise im lokalen Recht ist dein neuer Mitarbeiter oft schon nach wenigen Wochen – oder gar Tagen – einsatzbereit.

10. Was passiert, wenn ich einen Mitarbeiter entlassen möchte?

Die Kündigung eines Mitarbeiters über einen EOR ist in der Regel ein unkomplizierter Prozess. Der EOR übernimmt dabei die rechtliche und administrative Abwicklung der Kündigung und stellt sicher, dass alle lokalen Arbeitsgesetze eingehalten werden.

EORs halten sich an die lokalen gesetzlichen Vorschriften für Kündigungen und sorgen so für einen reibungslosen Ablauf sowohl für dich als auch für deinen Mitarbeiter.

11. Welche Vorteile bietet ein EOR?

Die Zusammenarbeit mit einem EOR bietet zahlreiche Vorteile, darunter:

 

Kosten- und Zeitersparnis: Spare dir Anwaltskosten, Verwaltungsaufwand und die Zeit, die für die Gründung einer eigenen Niederlassung erforderlich ist.

Compliance Expertise: Minimiere das Risiko von Verstößen gegen lokale Gesetze und Vorschriften.

Schnelleres Hiring: Hole dir internationale Talente schnell und effizient an Bord.

Skalierbarkeit: Erweitere dein internationales Team ganz einfach, ohne dich um die komplexe Verwaltung lokaler Niederlassungen zu kümmern.

Fokus auf dein Kerngeschäft: Schaffe dir Zeit und Ressourcen, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Mit einem klaren Blick auf die Fakten und dem Ausräumen gängiger Bedenken nutzt du das Fachwissen des EOR für deinen Erfolg: das Ausschöpfen des Potenzials einer globalen Belegschaft und das sichere Erreichen deiner Geschäftsziele.

12. Wie finde ich den richtigen EOR-Partner?

Achte darauf, dass der EOR eine nachweisbare Erfolgsbilanz, Fachkenntnisse in deinen Zielmärkten und eine transparente Preisstruktur hat. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, solltest du zudem Faktoren wie Branchenspezialisierung, den Kundensupport und die Leistungsfähigkeit der Plattform prüfen. Hier sind die wichtigsten Fragen, die du vor der Auswahl deines EOR-Partners stellen solltest.

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